GenDx und die Stefan-Morsch-Stiftung starten ihre Zusammenarbeit im Bereich Next-Generation-Sequenzierung (NGS)
10.06.2014
Anvisiert ist die höchstmögliche Auflösung von HLA-Merkmalen für die Typisierung von Stammzellspendern


Emil Morsch (Mitte) und Wietse Mulder von Gendx (rechts) bei einem Treffen in Birkenfeld

Die deutsche Stefan-Morsch-Stiftung, eine gemeinnützige Stiftung zur Hilfe von Leukämie-, Thalassämie- und Tumorpatienten und das niederländische Molekulardiagnostik-Unternehmen GenDx, ein Pionier der sequenzbasierten HLA-Typisierung im Bereich Transplantationsmedizin, haben ein Programm zur Steigerung der Auflösung des HLA-Typisierungsniveaus von neuen Stammzellspendern in der Datei der Stefan-Morsch-Stiftung gestartet.


Um dieses Ziel zu erreichen implementiert die Stefan-Morsch-Stiftung die GenDx hoch auflösende HLA Typisierungsmethode unter Verwendung der GenDx NGSgo® HLA-Typisierung Kits und der NGSengine® Analysesoftware in ihren NGS Routinearbeitsablauf. Beide Partner arbeiten eng zusammen um eine Typisierungsstrategie zur zeit- und kosteneffizienten Bearbeitung von großen Probenmengen zu entwickeln und zu validieren.


Emil Morsch, Gründer der Stefan-Morsch-Stiftung, stellt fest: „Als erste Stammzellspenderdatei in Deutschland hatten und haben wir stets den Anspruch die bestmögliche Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke zu leisten. Dazu haben wir uns am Aufbau eines Netzwerkes beteiligt, dass heute täglich weltweit das Leben von Menschen rettet, die auf eine Transplantation angewiesen sind. Voraussetzung dafür ist, die bei der Suche nach einem passenden Spender relevanten HLA-Daten möglichst zeitnah und präzise zur Verfügung zu stellen. Die leistungsfähigere NGS ist dabei ein wichtiger Schritt und wird sicherlich dazu beitragen die Spendersuche weltweit zu verbessern. Denn je besser Spender und Patient in ihren HLA-Merkmalen übereinstimmen, desto wahrscheinlicher ist der Erfolg einer Transplantation, aufgrund deutlich geringerer transplantationsbedingter Komplikationen.


Mit GenDx haben wir einen starken und verlässlichen Partner an unserer Seite.


“Wir sind fest davon überzeugt, dass Transplantations Patienten von dem GenDx-Typisierungsansatz der kompletten HLA-Genbereiche profitieren werden. Da dieses Konzept zu der höchstmöglichen Auflösung bei der HLA-Typsierungen führt, steigert es die Chancen den bestmöglich passenden Spender zu finden und verbessert dadurch das Ergebnis der Stammzelltransplantationen.“, erklärt Wietse Mulder, der Geschäftsführer von GenDx.



Zur hochaufgelöste HLA-Typisierung


Unser HLA-System besteht aus einer Vielzahl hoch variabler Gene mit zahlreichen Allelvarianten, die für die Funktion unseres Immunsystems von essentieller Bedeutung sind.


Bei der Stammzelltransplantation ist die Übereinstimmung der HLA-Merkmale von Patient und Spender von entscheidender Bedeutung da schon kleinste Unterschiede zwischen den HLA Allelen schwerwiegende Folgen für den Patienten haben könnten. Die hochauflösende Typisierung ist ein Verfahren zur Bestimmung selbst kleinster HLA-Variationen und damit die ideale Testmethode für Transplantationszwecke.


Die sequenzbasierte Typisierung (SBT) ist der Goldstandard für die hochauflösende Typisierung, da mit dieser Technik die tatsächliche DNA Sequenz der relevanten HLA Regionen sowohl vom Patienten als auch vom Spender analysiert werden. Die SBT ist weiterhin die einzige Technik, die in der Lage ist neue Allele zu identifizieren und zu charakterisieren. Bislang wurde die SBT mit der so genannten Sanger-Methode (Didesoxy-Kettenabbruch-Reaktion) durchgeführt. Obwohl sehr leistungsstark, können die Typisierungsergebnisse mit der Sanger Sequenzierung noch Ambiguitäten enthalten, die aufgrund der Sequenzierung der beiden elterlichen Allele in einem Lauf entstehen. Um diese Ambiguitäten aufzulösen sind zusätzliche Sequenzierreaktionen notwendig. Dies ist bei der Next Generation Sequenzierung (NGS) Technology nicht der Fall, da die Sequenz bei der NGS nur von jeweils einem einzelnen Molekül stammt. Die beiden elterlichen Allele werden bei der NGS automatisch separat analysiert. Hinzu kommt, dass sich die NGS-Technology sehr schnell entwickelt hat und an einem Punkt angelangt ist, an dem sie standardmäßig zur HLA-Typisierung eingesetzt werden kann.


Über die Stefan-Morsch-Stiftung


Die Stefan-Morsch-Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung, mit dem Hauptziel Leukämie-, Thalassämie- und Tumorkranken zu helfen. Mehr als 380.000 Spender sind bei Stefan-Morsch-Stiftung, Deutschlands erster Stammzellspenderdatei registriert. Zur Erfüllung Ihrer Aufgaben ist die Stefan-Morsch-Stiftung auf Spenden angewiesen. Die Spenden ermöglichen der Stiftung Leben zu retten, passende Spender zu finden und Patienten und ihre Angehörigen zu unterstützen.


Über GenDx


GenDx ist ein niederländisches Molekulardiagnostik Unternehmen mit dem Fokus auf Entwicklung, Produktion und Verkauf von innovativen Analyseverfahren und Analysesoftware im Bereich der Transplantationsmedizin und therapiebegleitenden Diagnostik. Seit 2005 stellt GenDx das Softwarepaket SBTengine® und die Reagenzienlinie SBTexcellerator® für zahlreiche Speziallaboratorien aus dem Bereich Transplantation weltweit zur Verfügung.


Zusätzlich bietet GenDx Dienstleistungen für Grundlagen und klinische Forschungsinstitute. GenDx is bekannt für die regelmäßige Organisation von speziellen SBT Trainingskursen für Mitarbeiter von HLA-Laboren, Blutbanken und Spenderdateien weltweit. GenDx wurde 2005 als ein Spin-off des University Medical Centre, Utrecht, Niederlande gegründet. Dr. Erik Rozemuller und Dr. Wietse Mulder sind Mitbegründer of GenDx. Weitere Informationen zu GenDx finden Sie unter www.gendx.com.



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