900 Menschen ließen sich in Urmitz als Stammzellspender registrieren
04.08.2015
Typisierungsaktion für ein an Leukämie erkranktes Mädchen aus dem Landkreis Mayen-Koblenz hat große Hilfsbereitschaft ausgelöst


Dein Typ kann Leben retten – Dieser Satz hat im Juli 2015 im Landkreis Mayen-Koblenz die Runde gemacht. Egal ob auf Plakaten oder Handzetteln, auf Videoleinwänden der Koblenzer Bus-Unternehmen oder in Behörden und Schulen. Der Aufruf, sich für ein kleines Mädchen aus Urmitz und andere Leukämiepatienten als Stammzellspender bei der Stefan-Morsch-Stiftung registrieren zu lassen, war nahezu überall präsent. Am Freitag, 24. Juli, 16 bis 20 Uhr, war es soweit. In der Peter-Häring-Halle ließen sich mehr als 900 Menschen als potenzielle Lebensretter bei der Stefan-Morsch-Stiftung, Deutschlands ältester Stammzellspenderdatei registrieren.


Beim Organisationsteam vor Ort liefen im Vorfeld die Vorbereitungen auf Hochtouren. Immer wurde nach neuen Plakaten und Handzetteln gefragt. Die Devise lautete: Jeder kann helfen. Der Eine, weil er sich typisieren lässt. Der Andere, weil er Plakate klebt, den Aufruf auf seiner Facebook Seite teilt oder in seinem eigenen Verein, seiner Firma oder seiner Schule für die Aktion wirbt. Der Dritte, weil er durch eine Geldspende die Typisierung junger Spender finanziert. Und der nächste, indem er darauf aufmerksam macht, dass man sich auch online über die Homepage typisieren lassen kann.


Die Elterninitiative krebskranker Kinder Koblenz e.V. hat beim Start der Typisierungsaktion einen Scheck über 5000 Euro an die Stefan-Morsch-Stiftung überreicht. Dort weiß man: Jede Typisierung kostet 50 Euro. Diese Kosten trägt die Stiftung aus Spendenmitteln. Öffentliche Zuschüsse für die Registrierung der Stammzellspender erhält sie keine. „Deshalb wollten wir mit diesem Geld schon einmal die ersten 100 Typsierungen finanziell sicherstellen“, so die Elterninitiative.


Emil Morsch, Vorstandsvorsitzender der Stiftung erklärt: „Eine solche Typisierungsaktion hat immer nachhaltige Wirkung – vielleicht wird schon in wenigen Wochen oder Monaten ein Spender, der sich heute hat typisieren lassen, einem Menschen Hoffnung auf Leben schenken können. In jedem Fall aber bietet die Typisierung die Chance, dass nach Jahren, aber auch noch Jahrzehnte später Leben gerettet werden kann. Zugleich wird durch einen solchen Aufruf diese weitestgehend unbeachtete Form der Lebendspende in der Öffentlichkeit thematisiert.


Das Orgateam in Urmitz hatte nicht nur sämtliche Medien, Behörden und Schulen informiert. Auch Schirmherr Landrat Dr. Alexander Saftig und Ortsbügermeister Norbert Bahl haben sich, so Morsch, „vorbildlich“ engagiert. Gleiches haben die Schulen, Untenehmen wie die EVM und Vereine wie der Spielmannszug Urmitz und der Junggesellenverein getan. Sie haben ebenfalls Geld gespendet, mit dem weiter Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke geleistet werden kann.


Spendenkonto: Kennwort TYP Ö KSK Birkenfeld IBAN: DE35 5625 0030 0000 0797 90 BIC: BILADE55XXX eingerichtet.


Wir haben ein Video zusammengestellt, mit dem wir als Stiftung uns bei den Organisatoren, bei den Unterstützern, aber vor allem bei den Menschen bedanken möchten, sich bereit waren, sich als potenzielle Lebensretter registrieren zu lassen. Hier das Video




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