In Urexweiler wird für Stefan-Morsch-Stiftung gelaufen
24.06.2015
SV Urexweiler und Klos Automobile planen am Samstag, 25. Juli, einen Fußballcup und einen Sponsorenlauf – Erlös kommt Vereinsprojekten und der Stefan-Morsch-Stiftung zu Gute


Mit diesem Plakat wird für die Typisierung bei der Stefan-Morsch-Stiftung in Urexweiler geworben.

Egal, ob groß oder klein, alt oder jung,  jeder kann mit dem Laufevent „Run a round Urexweiler“ am Samstag, 25. Juli 2015, für den guten Zweck unterwegs sein.  Ab 17 Uhr können die Teilnehmer des Sponsorenlaufs  zirka neun kleine Runden oder sechs große Runden innerhalb 10 Minuten absolvieren. Vorher gibt es im Brühlstadion den Klos Automobile-Fußballcup und abends gibt es Livemusik – unter anderem von den Megadrives. Mit diesen Sportveranstaltungen will der Förderverein des SV Urexweiler die Stefan-Morsch-Stiftung – Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke unterstützen.




Auch auf dem Flyer werden die Sponsorenlaufteilnehmer über die Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke informiert.

Denn jedes Jahr erkranken etwa 11 000 Menschen an Leukämie – allein in Deutschland. Wenn Chemotherapie und Bestrahlung nicht helfen, ist eine Stammzelltransplantation die vielleicht letzte Chance. Durch sie wird dem Patienten ein neues blutbildendes System übertragen. Dazu braucht der Patient aber einen Spender, dessen Gewebemerkmale weitestgehend mit den eigenen übereinstimmen. Um für so viele Leukämiepatienten wie möglich einen passenden Spender zu finden, ist die Stefan-Morsch-Stiftung beinahe täglich deutschlandweit unterwegs, auf der Suche nach potenziellen Lebensrettern. Auch in Urexweiler beim Sponsorenlauf wird die Stiftung direkt neben Start und Ziel über das Thema Stammzellspende informieren und die Typisierung anbieten.


Klos Automobile engagiert sich seit Jahren für Leukämiekranke – auch beim Handballsponsoring holt das Autohaus die Stefan-Morsch-Stiftung als älteste Stammzellspenderdatei mit ins Boot: Die Registrierung als Stammzellspender ist ganz einfach. Beim Team der Stefan-Morsch-Stiftung kann man sich genau über Stammzellspende informieren. Nachdem der Fragebogen über den Gesundheitszustand ausgefüllt und die Einverständniserklärung unterschrieben ist, wird eine Speichelprobe entnommen.


In Urexweiler beginnt der Tag um 14 Uhr mit dem 1. Spiel des Fußballcups: Der SV Urexweiler und der SV Hülzweiler treten gegeneinander an, um 16 Uhr spielen der SV Hirzweiler-Welschbach und der SV Bliesen gegeneinander. Um 17 Uhr startet dann der Sponsorenlauf „Run a round Urexweiler“, mit dem nicht nur Leukämie- und Tumorkrane unterstützt werden sollen, auch die Jugendabteilung von Turnen und Fußball, sowie die Abteilung Aktive werden davon profitieren. Der Mindestbeitrag für eine kleine Runde beträgt 50 Cent, die große Runde „kostet“ 1 Euro – auch Pauschalbeträge sind möglich. Ausgefallene Lauf-Kostüme werden prämiert.




Wie wird man Mitglied im Team der Lebensretter? Sie sind gesund und volljährig? Wenn Sie nicht älter als 40 Jahre sind, können Sie kostenlos typisiert werden. Jugendliche können sich ab 16 Jahren mit dem schriftlichen Einverständnis der Eltern ebenfalls als Stammzellspender registrieren lassen. Allerdings gibt es wichtige Ausschlusskriterien über die man sich im Vorfeld einer Registrierung informieren sollte. Dazu gehören bestimmte schwere Erkrankungen und die Zahl der Schwangerschaften. Denn vorab sollte man wissen, dass Frauen mit mehr als zwei Schwangerschaften nur sehr selten als Stammzellspender ausgewählt werden. 2014 waren es nur 1,2 Prozent der Spenderinnen. Der Grund: Im Rahmen von Schwangerschaften bilden Frauen Antikörper, die nach heutigem Kenntnisstand den Transplantationserfolg gefährden können.


Auch Menschen, die älter sind als 40 Jahre, werden seltener als Stammzellspender ausgewählt. Denn im Alter nehmen nicht nur die Beschwerden zu, auch die Zellteilung verlangsamt sich. Die Wahrscheinlichkeit, zur Spende gebeten zu werden, ist bei einem Aufnahmealter von unter 20 Jahren 10 Mal so hoch ist wie bei einem Aufnahmealter von gut 45 Jahren, sagen auch Experten des ZKRD.


Da die Stefan-Morsch-Stiftung die Ersttypisierung aus Spendengeldern finanziert, müssen wir verantwortungsvoll dieses Geld einsetzen. Deshalb bitten wir diesen Personenkreis, wenn er sich trotzdem typisieren lassen will, um einen Beitrag in Höhe von 50 Euro zu den Typisierungskosten.


Weitere Ausschlusskriterien lassen sich auf der Homepage der Stefan-Morsch-Stiftung (www.stefan-morsch-stiftung.de) nachlesen. Sollten Sie Fragen haben, rufen Sie einfach unsere gebührenfreie Hotline 08 00 - 766 77 24 an.


Wie funktioniert eine Stammzellspende? Um die Stammzellen beim Spender zu entnehmen, gibt es heute zwei Varianten: Bei der klassischen Methode der Knochenmark-Entnahme entnehmen Mediziner etwa 0,8 bis 1,5 Liter Knochenmark-Blut-Gemisch aus dem Beckenknochen des Spenders – niemals aus dem Rückenmark. Dieser Eingriff dauert zirka eine Stunde. Die zweite Methode ist die Entnahme peripherer Blutstammzellen aus dem Blut – ähnlich wie bei einer Plasmaspende oder Dialyse. Dazu wird dem Spender vorher ein körpereigener Botenstoff verabreicht, der die Stammzellen aus dem Knochenmark in das Blut übergehen lässt. Dieser Botenstoff löst beim Spender im Vorfeld oft grippeähnliche Symptome – wie Kopf- und Gliederschmerzen aus. Diese verschwinden aber mit der Entnahme der Stammzellen.



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