HLA-Workshop der Stefan-Morsch-Stiftung in Idar-Oberstein
28.04.2015
Am 11. und 12. Juni 2015 werden im Opal-Hotel in Idar-Oberstein Laborfachleute aus dem gesamten deutschsprachigen Raum tagen.


Dr. Marco Schäfer, Leiter des HLA-Labors der Stefan-Morsch-Stiftung

Wie rückt man den etwa 3,27 Milliarden DNA-Bausteinen des menschlichen Genoms zu Leibe? Alljährlich beschäftigen sich Laborfachleute aus dem gesamten deutschsprachigen Raum beim HLA-Workshop der Stefan-Morsch-Stiftung mit dieser und anderen aktuellen Fragen der modernen Molekulargenetik. Am Donnerstag und Freitag, 11. Und 12. Juni, werden Praktiker aus der angewandten Medizin und Laborspezialisten in Idar-Oberstein zwei Tage lang über verschiedenste Analysemethoden referieren. Dabei wird auch gezeigt, welch entscheidende Rolle die HLA-Analyse im Netzwerk der Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke spielt.


Seit mehr als 10 Jahren organisiert die Stefan-Morsch-Stiftung, die in Birkenfeld eines der größten HLA-Labore unterhält, jährlich eine Fortbildung zu den Themen HLA-Typisierung, Immungenetik und Stammzelltransplantation. Schwerpunkt dieser Fortbildung ist die Vermittlung von Basiswissen und der Erfahrungsaustausch. Zudem wird bei dieser zertifizierten Fortbildung der Blick dafür geschärft, dass die Analysen, die im Labor gewonnen werden, die Basis dafür liefern, dass Menschen mit schwersten Erkrankungen geholfen werden kann.


Die Teilnehmer können so von den Forschungsarbeiten und Erfahrungen der Transplanteure und der Wissenschaftler profitieren, die zum Teil gefördert von der Stefan-Morsch-Stiftung ihre neuesten Erkenntnisse bei dieser Tagung vorstellen. Gleichzeitig werden führende Hersteller aus dem Bereich Labortechnik ihre neuesten Produkte nach Idar-Oberstein bringen. Susanne Morsch, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Stiftung und Leiterin des Internationalen Suchzentrums, macht deutlich, dass Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke ohne ein funktionierendes Netzwerk und Teamarbeit nicht möglich wäre. Als Vorsitzende der Stiftung Knochenmark- und Stammzellspende (SKD), einem Zusammenschluss von fast 30 Stammzellspenderdateien in Deutschland, betont sie: „HLA-Typisierung und die Arbeit im Labor ist ein Knotenpunkt in diesem Netzwerk, das täglich dazu beitragt, das Leben von Leukämie- und Tumorkranken zu retten.“


Einer der Referenten beim HLA-Workshop in diesem Jahr wird Dr. Harald Biersack sein.  Der Hämatologe    vom Universitätsklinikum in Lübeck ist ein erfahrener Transplanteur. Der Titel seines Vortrags lautet: "Ene mene muh und raus bist Du! Auswahl des Spenders aus Sicht des Transplant Centers."


Nähere Informationen finden Sie auf der Startseite der Stefan-Morsch-Stiftung


Dr. Wolfgang Peter von der Stefan-Morsch-Stiftung referierte beim HLA-Workshop 2014 über Next Generation Sequenzing

Die Stefan-Morsch-Stiftung mit Sitz in Birkenfeld ist die älteste Stammzellspenderdatei Deutschlands. Unter dem Leitmotiv “Hoffen – Helfen – Heilen“ bietet die gemeinnützige Stiftung seit 1986 Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke. Hauptziel der Stiftung ist, Menschen zu werben, sich als Stammzellspender registrieren zu lassen. So werden täglich Stammzell- oder Knochenmarkspender aus der stiftungseigenen Spenderdatei von mehr als 400 000 potentiellen Lebensrettern weltweit vermittelt. Die Stiftung ist Mitglied der Stiftung Knochenmark- und Stammzellspende Deutschland (SKD).




 




GenDX und andere Hersteller aus dem Bereich Labortechnik stellen auch 2015 wieder ihre Produkte vor.
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