Helft Stephan
03.11.2013

DRK, Feuerwehren und THW planen mit der Stefan-Morsch-Stiftung Typisierungsaktion: Sonntag, 3. November, 11 bis 16 Uhr im Haus Beda in Bitburg




Mit diesem Plakat wird für die Typisierung geworben.

„Lebensretter braucht Lebensretter“ unter diesem Motto startet am Sonntag, 3. November, eine großangelegte Hilfsaktion für einen an Leukämie erkrankten Feuerwehrmann aus der Verbandsgemeinde Speicher. Die Feuerwehren in der Eifel, der DRK-Blutspendedienst und der DRK Kreisverband Bitburg, das Technische Hilfswerk und als Schirmherr der Landrat des Kreises Dr. Joachim Streit rufen zu einer Typisierung als Stammzell- bzw. Knochenmarkspender bei der Stefan-Morsch-Stiftung auf.  Wer sich registrieren lassen möchte, kann zwischen 11 und 16 Uhr, ins Haus Beda, am Bedaplatz, in Bitburg kommen.  


Elisabeth Terboven, Koordinatorin der Typisierungsaktionen bei der Stefan-Morsch-Stiftung, erklärt, welche Voraussetzungen ein potenzieller Lebensretter kennen sollte: „Prinzipiell kann sich jeder gesunde Erwachsene registrieren lassen. Das Höchstalter für eine Neuaufnahme von Stammzellspendern liegt bei den Typisierungsaktionen in Kooperation mit dem DRK bei 50 Jahren.“ Außer schweren gesundheitlichen Einschränkungen, die auch einen Ausschluss von der Blutspende zur Folge hätten, gibt es weitere Ausschlusskriterien: „Frauen, die mehr als zwei Schwangerschaften (auch Fehlgeburten zählen dazu) hatten, werden in unserer Spenderdatei nicht registriert. Denn im Rahmen von Schwangerschaften können Antikörper gebildet werden, die nach heutigem Kenntnisstand den Transplantationserfolg gefährden können.“ Sie weiß, dass viele Frauen hochmotivierte Spenderinnen sind, aber die Analyse der Gewebemerkmale kostet pro Spender mehr als 50 Euro, die von den Krankenkassen nicht übernommen werden. Emil Morsch, Gründer der Stiftung, ergänzt deshalb: „Wir finanzieren diese Typisierungen aus Spendenmitteln. Und mit diesen Geldern müssen wir verantwortlich umgehen.“


Leukämie kann Jeden treffen. Jeder kann helfen, Menschen eine Chance auf Leben zu geben. Deshalb bittet Elisabeth Terboven darum, diese Hilfe für Stephan zu unterstützen. Wer nicht als Stammzellspender registriert werden kann, hat die Möglichkeit durch eine Spende, die Typisierung eines geeigneten Spenders zu finanzieren. Das Spendenkonto für Lebensretter ist bei der Sparkasse Birkenfeld BLZ 562 500 30 unter der Kontonummer 79790 eingerichtet.


Elisabeth Terboven erklärt, was passiert, wenn man später als Stammzellspender ausgewählt wird: „Es wird zu Ihrer Sicherheit ein umfassender Gesundheitscheckup durchgeführt. Die Mitarbeiter der Stefan-Morsch-Stiftung werden Sie kontaktieren. Wir beraten und begleiten Sie während der gesamten Vorbereitung auf die Stammzellspende. Der Verdienstausfall und alle anderen anfallenden Kosten werden von der Stiftung getragen oder der Krankenkasse des Patienten ersetzt.“


„Gerade gegenüber der Knochenmarkspende haben viele Menschen Vorbehalte“, weiß Emil Morsch aus Erfahrung. Wer sich genau informieren möchte, kann am Montag 21. Oktober, 19 Uhr, in den Sitzungssaal der Kreisverwaltung Bitburg kommen. Ein zweiter Info-Termin ist eine Woche später am 28. Oktober, 19 Uhr, im Rathaus Speicher, Bahnhofstraße 36. 


Dort werden nicht nur alle Fragen zum Thema Leukämie und Stammzelltransplantation beantwortet. Es wird auch erklärt, wie etwa eine Stammzellspende abläuft. 

Stefan-Morsch-Stiftung


Hauptziel der  Stiftung ist, Menschen zu werben, sich als Stammzellspender registrieren zu lassen. So werden täglich Stammzell- oder Knochenmarkspender aus der  stiftungseigenen Spenderdatei von ca. 380 000 potentiellen Lebensrettern weltweit vermittelt. Die Stiftung ist Mitglied der Stiftung Knochenmark- und Stammzellspende Deutschland (SKD).



Online typisieren:






Die aktuellen Termine für die Typisierungsaktionen der Stefan-Morsch-Stiftung findet man auf der Internetseite (www.stefan-morsch-stiftung.de). Zudem gibt es die Möglichkeit sich über die Homepage auch Online registrieren zu lassen. Über den Button „Online-Registrierung“ auf der Startseite kann man sich eingehend informieren, die Einverständniserklärung ausfüllen und sich ein Entnahmeset zuschicken lassen – entweder eine kleine Blutprobe oder einen Abstrich der Mundschleimhaut. In dem Päckchen ist das entsprechende Material, um sich bei seinem Hausarzt eine Blutprobe entnehmen zu lassen oder den Wangenabstrich durchzuführen. Dieses Päckchen wird dann einfach an die Stefan-Morsch-Stiftung zurückgesendet.



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