Hilfe für Hans
25.06.2013
Spendenaufruf für zweijährigen Jungen


Mit diesem Flyer bittet Felix Meyer um Unterstützung für Hans

Hans hat Leukämie. Hans ist zwei Jahre alt. Das Kind braucht Hilfe. Seine Mutter, Familie und Freunde tun alles dafür, dass Hans eine Chance bekommt. Hans hat schon einiges hinter sich: Die Chemotherapie hat ihn sehr belastet. Jetzt wurde eine  Schweizer Spezialklinik  eingeschaltet. Die Therapie soll neue Hoffnung bringen. Das alles ist für die Familie sehr belastend – auch finanziell. Deshalb ruft nun die Stefan-Morsch-Stiftung zu Spenden auf.  Auftakt ist eine Benefizgala am Samstag, 6. Juli, 15 Uhr, im Stadttheater Koblenz, an der sich viele Künstler und Musiker beteiligen.




Hans war gerade neun Monate alt, als bei ihm eine sehr aggressive und seltene Form der Leukämie festgestellt wurde. Diese Erkrankung wird als Philadelphia-Chromosomspositive-lymphatische Leukämie bezeichnet. Charakteristisch ist hierfür ein hohes Rückfallrisiko. Außerdem ist tragischer Weise Hans weltweit das erste Kind bei dem diese Diagnose mit dem Alter unter einem Jahr gestellt wurde. Somit gibt es keine Vergleichsfälle und keine Erfahrung mit der Dosierung oder der Auswahl von Medikamenten bei einem Säugling. Ein ganzes Jahr verbrachte Hans im Krankenhaus. Er erhielt dort eine hoch dosierte Chemotherapie, die bei ihm Schäden an Bauchspeicheldrüse, Schleimhäuten und Lunge verursachte. Eine Stammzelltransplantation kam aufgrund dieser Schädigungen und seines jungen Alters nicht in Frage. Felix Meyer, Schauspieler am Stadttheater Koblenz, ist der Lebensgefährte der Mutter. Er organisiert die Benefiz-Gala: „Im November 2012 wurde Hans aus dem Krankenhaus entlassen. Bis zum November 2013 Jahres erhält er noch eine Erhaltungschemotherapie. Wie es weiter geht, wissen wir noch nicht. Nun soll Hans eine notwendige Behandlung in einer Spezialklinik in der Schweiz erhalten.“ Aber diese Behandlung kostet etwa 10 000 Euro. Deshalb hat er sich an die Stefan-Morsch-Stiftung gewandt. Die gemeinnützige Organisation hilft seit 1986 Leukämie- und Tumorkranken.


Bei der Benefiz-Gala unterstützen ihn sowohl verschiedene Künstler der Rheinischen Philharmonie als auch seine Kollegen vom Stadttheater und der Intendant Markus Dietze. Geplant ist zunächst ein Konzert verschiedenster Musiker, die sowohl klassische als moderne Stücke präsentieren. Dann liest Jona Mues das Märchen „Hans im Glück“. Den zweiten Teil bestreitet Felix Meyer selbst. Er präsentiert „Flasche leer“, ein Stück zum Thema Alkoholismus, mit dem er vor allem in Schulen sehr erfolgreich Aufklärungsarbeit leistete. Jetzt hat aber Felix Meyer eine andere Mission: „Helfen Sie und bei einem Wunder, dass Hans im Glück wieder glücklich sein darf. Der Eintritt ist frei. Wir bitten Sie stattdessen um eine Spende für Hans.“


Die Stefan-Morsch-Stiftung – Hilfe für Leukämie und Tumorkranke hat ein Spendenkonto eingerichtet:


Stichwort: Hilfe für Hans


Konto-Nr. 218735


BLZ: 570 501 20


Sparkasse Koblenz


 



Die Stefan Morsch Stiftung


Die Stefan-Morsch-Stiftung ist die älteste Stammzell-Spenderdatei Deutschlands. Unter dem Leitmotiv “Helfen – Hoffen – Heilen“ bietet die Stiftung seit mehr als 25 Jahren Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke. Das heißt, Menschen können sich hier als Spender registrieren lassen. Ihre Daten werden anonymisiert in das Zentrale Knochenmarkspender-Register für die Bundesrepublik Deutschland (ZKRD) eingetragen. 30 Dateien – wie die Stefan-Morsch-Stiftung- speisen die Daten der Spender dort ein, damit sie für weltweite Suchanfragen zur Verfügung stehen.


Seit mehr als 25 Jahren plädieren Emil und Hiltrud Morsch, Gründer der Stiftung, aber auch für eine verbesserte Betreuung der Patienten und ihrer Angehörigen. Ihr Sohn, der 16 jährige Stefan Morsch aus Birkenfeld erkrankte Anfang der achtziger Jahre an Leukämie. Als erstem Europäer wurde ihm 1984 fremdes Knochenmark übertragen. Der Junge überlebte jedoch die Nachsorge nicht. Das ist für Emil und Hiltrud Morsch der Grund, warum die Stiftung nicht nur immer wieder für die Registrierung als Stammzellspender wirbt, sondern auch Patienten ihre Hilfe anbietet. Aus eigener Erfahrung weiß Emil Morsch, welche Komplikationen bei der Therapie auftreten können, aber auch welche finanziellen und psychischen Folgen die Patienten und deren Angehörige belasten. „Deshalb sind wir als Stiftung auch für die Patienten da – in jeder Frage.“



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