Sergej sucht Lebensretter
05.08.2012
Familie des 32 Jährigen ruft zur Registrierung als Stammzellspender bei der Stefan-Morsch-Stiftung auf


Sergej sucht Lebensretter

Sergej ist 32 Jahre alt. Er hat in Saarbrücken Informatik studiert und gerade angefangen, als Software-Entwickler zu arbeiten und eine Familie zu gründen. Da kam die Nachricht: Leukämie. Das war 2008. Ein Jahr lang hat Sergej Chemotherapie bekommen. Danach schien die Krankheit eingedämmt. Doch jetzt kam der Blutkrebs wieder. Und ohne die Transplantation von Knochenmark- oder Blutstammzellen hat Sergej keine Chance auf Heilung. Deshalb ruft seine Familie in Zusammenarbeit mit der Stefan-Morsch-Stiftung auf, sich am Sonntag, 5. August,13 bis 17 Uhr, als Stammzellspender registrieren zu lassen.


„Typisierung“ lautet der Fachbergriff: Nach entsprechender Aufklärung muss ein Spender schriftlich sein Einverständnis zur Blutabnahme und Registrierung seiner Daten erteilen. Aus einer Blutprobe - es genügt ein Fingerhut voll Blut - werden die Gewebemerkmale des Spenders im Labor bestimmt und bei der Spenderdatei - der Stefan-Morsch-Stiftung - gespeichert. Von dort werden sie anonym an das deutsche Zentralregister in Ulm übermittelt, wo sie regelmäßig mit denen der Patienten verglichen werden – und wo weltweit nach einem passenden Spender für die Patienten gesucht wird.


Während die weltweite Spendersuche im Bayrischen Spendersuchzentrum BSZ in Gauting angelaufen ist, organisiert Sergejs Schwager, Andreas Rotärmel, die Typisierungsaktion im Evangelischen Gemeindezentrum Graf-Gustav-Adolf-Haus in Saarbrücken. Sein Onkel arbeitet dort als Küster. Rotärmel ruft zur Hilfe auf, die nicht nur seinem Schwager zu Gute kommt: „Mit jedem neu gewonnenen Spender erhöht sich die Chance, dass einem leukämiekranken Patienten das Leben gerettet werden kann.“ Elisabeth Terboven, Koordinatorin der Typisierungsaktionen bei der Stefan-Morsch-Stiftung, erklärt, wer und wie man Sergej helfen kann: „Jeder gesunde Erwachsene zwischen 18 und 50 Jahren kann sich als Stammzellspender registrieren lassen.“ Nicht in die Datei aufgenommen werden Menschen, die selbst an schwerwiegenden Erkrankungen leiden, oder Frauen, die mehr als zwei Schwangerschaften hatten. Der Grund: Im Rahmen von Schwangerschaften können Antikörper gebildet werden, die nach heutigem Kenntnisstand den Transplantationserfolg gefährden können.


Andreas Rotärmel weist jedoch darauf hin, dass trotzdem jeder helfen kann. Er bittet um Spenden für die Stefan-Morsch-Stiftung. Emil Morsch, Gründer der Stiftung: „Die Spenden werden zur Finanzierung der Aufnahme in die Datei verwendet.“ Denn die Blutproben müssen auf die Gewebemerkmale untersucht werden. Das kostet pro Blutprobe 50 Euro. Das Spendenkonto „Hilfe für Sergej“ ist bei der Kreissparkasse Saar-Pfalz, BLZ: 594 500 10, Kto.: 10 300 956 97 eingerichtet.



Eine Registrierung als Stammzellspender ist auch Online möglich. Mit diesem Link werden Sie zur entsprechenden Seite auf unserer Hompage geleitet.

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