Hilfe für Marius
13.05.2012
Eine Aktion der Mitarbeiter des Rathauses Blieskastel 


Hilfe für Marius: Typsierungsaktion am 13. Mai, 13 bis 18, Bliesgau-Halle, Von-der-Leyen-Str. 2, Blieskastel

Der 36-jährige Marius ist seit 2008 bei der Stadt Blieskastel als Verwaltungsfachangestellter beschäftigt. Marius war sehr glücklich darüber, dass er die Stelle bei der Stadtkasse bekommen hat, nachdem er vorher eine Einarbeitungszeit absolviert hat. Er hat den Beruf des Verwaltungsfachangestellten erlernt, konnte jedoch aufgrund einer Behinderung im Berufsleben nicht richtig Fuß fassen. Deshalb war er überglücklich, dass ihm Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener die Einstellung bei der Stadt Blieskastel ermöglichen konnte.


Marius ist bei den Kolleginnen und Kollegen sehr beliebt und hat sich schon nach kurzer Zeit in seinem Arbeitsgebiet bestens bewährt. Doch im Frühjahr 2011 bemerkte er, dass er öfter ermüdete, in den Sommermonaten war er immer häufiger krank und litt noch mehr unter der Müdigkeit, später verschlimmerte sich der Zustand so stark, dass er kaum noch seine Arbeit erledigen konnte. Für Aktionen in der Freizeit fehlte ihm die Kraft. Erst nach Bekanntwerden seiner Erkrankung wurde den Kolleginnen und Kollegen klar, wie sehr Marius durchgehalten hatte, um immer wieder zum Dienst zu kommen, obwohl man ihm die zunehmende Blässe bereits angesehen hatte.


Mitte November wurde aufgrund eines sehr schlechten Blutbildes die sofortige Einweisung ins Krankenhaus notwendig, wobei die Ärzte u.a. vermuteten, dass das schlechte Blutbild und sein Krankheitszustand durch Medikamente verursacht wurde, die Marius wegen einer anderen Krankheit seit vielen Jahren einnehmen musste. Ein neues Medikament veränderte den Zustand nur minimal.


Nach weiteren Untersuchungen (darunter 3 Knochenmarkspunktionen) wurde festgestellt, dass Marius an dem Myelodysplastischen Syndrom (MDS) erkrankt ist. MDS ist eine Vorstufe von Leukämie, die früher oder später ausbrechen kann. Derzeit braucht Marius spätestens alle zwei Wochen Bluttransfusionen, die dazu beitragen, dass sich die Blutwerte zeitweise etwas erholen können.Doch die einzige Möglichkeit, um MDS zu heilen, ist eine Stammzellenspende.


Die Kolleginnen und Kollegen von Marius im Blieskasteler Rathaus haben nun gemeinsam mit der Stefan-Morsch-Stiftung eine Typisierungsveranstaltung ins Leben gerufen. Diese wird am Sonntag, 13. Mai von 13 bis 18 Uhr in der Bliesgau-Festhalle stattfinden.



Mit diesem Plakat ruft die Stadtverwaltung Blieskastel zur Hilfe auf.

Wer sich als Spender registrieren lassen möchte, sollte zwischen 18 und 50 Jahre alt sein, und keine gravierenden Vorerkrankungen haben. Frauen, die mehr als zwei Schwangerschaften (auch Fehlgeburten zählen dazu) sollten sich nicht registrieren lassen. Der Grund: Im Rahmen von Schwangerschaften können Antikörper gebildet werden, die nach heutigem Kenntnisstand den Transplantationserfolg gefährden können. Die Transplantationszentren fordern deshalb keine Spenderinnen mit etlichen Schwangerschaften an, sofern ein anderer Spender zur Verfügung steht. Wer jünger ist als 18 Jahre braucht die schriftliche Einverständniserklärung der Eltern, um sich registrieren zu lassen.  Weitere Informationen zu dem Thema finden sich auf den Internetseiten der Stefan-Morsch-Stiftung (www.stefan-morsch-stiftung.de)


In der Stadtverwaltung Blieskastel  laufen unterdessen die Vorbereitungen auf Hochtouren: Blieskasteler Ärzte und Arzthelferinnen haben ihre Mithilfe bei den Blutentnahmen zusagt – ebenso das DRK Blieskastel. Mitarbeiter des Rathauses werden bei der Erfassung der Spender und dem Ablauf der Blutspendenaktion mitwirken.  Auch viele Kuchenspenden sind bereits versprochen. Denn durch den Verkauf von Kaffee und Kuchen in der Bliesgau-Festhalle soll die Finanzierung der Aktion unterstützt werden. Eine Typisierung, das heißt, die genaue Analyse des Blutes kostet 50 Euro. Diese Kosten trägt die Stefan-Morsch-Stiftung (Spendenkonto: Volksbank Saarpfalz eG, BLZ 592 912 00, Konto:  71 71 71 00 00 oder  Kreissparkasse Saarpfalz , BLZ 594 500 10, Konto-Nr. 10 30 09 56 97) aus Spendengeldern.  Wer sich also nicht „typisieren“ lassen kann oder möchte, kann sich durch eine Spende an der „Hilfe für Marius“ beteiligen. Blieskastels Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener ist Schirmherrin der Aktion – auch sie will, dass Marius eine Chance auf Heilung bekommt. 



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