Erfahrungsbericht von Jasmin Badersbach

Ich möchte Ihnen hier ueber meine Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit der Stefan-Morsch-Stiftung berichten.

Mein Name ist Jasmin Badersbach und ich bin die Tante von Sabrina Wild, einem 15-jährigen Mädchen aus Gernsheim, welche im Juni 2006 an Leukämie (ALL) erkrankt ist. Im ersten Jahr von Sabrina's Erkrankung war ich garnicht so sehr in alles involviert. Ich hatte sie regelmäßig besucht und mich mit ihrer Mama, meiner Schwester Beatrix, über ihren Zustand, der nach fast einem Jahr sehr gut aussah, ausgetauscht. Als wir jedoch am 8. August 2007 die schreckliche Nachricht bekamen, dass Sabrina einen Rückfall hat und zum Überleben eine Stammzelltransplantation benötigt, hat sich mein Leben schlagartig verändert. Ich wusste sofort: jetzt bin ich an der Reihe. Jetzt muss ich etwas tun. Die Eltern sollten sich voll und ganz auf Sabrina und auch die Schwester Corinna konzentrieren können, ich wollte mich um alles andere kümmern was nötig war, um für Sabrina einen geeigneten Stammzellspender zu finden.

Durch eine Email von Cana erfahren
Nur wenige Wochen vorher hatte ich über eine Email, die bei mir in der Firma rumging, von Cana erfahren. Einer Freundin von Sabrina aus dem Krankenhaus, die ebenfalls auf eine Stammzelltrans- plantation angewiesen war, um zu überleben. Meine Firma veranstaltete damals eine grosse Typisierungsaktion und es war für mich keine Frage: auch ich würde mich typisieren lassen. Zu diesem Zeitpunkt kam ich zum ersten mal mit dem Begriff "Typisierung" in Berührung und informierte mich mehr darüber. Ebenso über die Stefan-Morsch-Stiftung, die die Typisierungsaktion durchführte.

Als allererstes besorgte ich mir von Sabrina's Mama die Telefonnummer von Cana's Mutter und führte sogleich ein sehr langes Telefonat mit ihr, in dem sie mir über ihre eigene Situation berichtete und mir ein paar Tips gab. Als nächstes führte ich dann lange Telefonate mit zwei Organisationen, die Typisierungsaktionen durchführen. Eine davon war die Stefan-Morsch-Stiftung, mit der ich mich sodann auch entschloss, zusammenzuarbeiten.

Frau Terboven stand mir mit Rat und Tat zur Seite
Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an alle Mitarbeiterinnen- und Mitarbeiter der SMS, an Herrn Email Morsch und vor allen Dingen an Frau Elisabeth Terboven. Frau Terboven war von Anfang an meine Kontaktperson bei der SMS und stand mir vom ersten Telefonat an mit Rat und Tat zur Seite. Sie nahm sich ganz viel Zeit und beantwortet geduldig alle Fragen, gab mir Tips und Ratschläge. Sie bot mir damals sogar an, mich am selben Tag noch zu treffen und gab mir auch ihre private Handynummer, da sie wusste, in welch verzweifelter Situation ich mich befand.

In den darauf folgenden Tagen und Wochen bis es schließlich zum ersten Treffen kam, an dem auch der Gründer der SMS, Herr Emil Morsch, teilnahm, stand Frau Terboven mir sozusagen 24 h zur Verfügung, wenn ich sie brauchte. So konnte ich problemlos die

Typisierungsaktion für Sabrina planen, die mit Hilfe der Stefan- Morsch-Stiftung ein voller Erfolg wurde. Wir haben an diesem einen Tag 1.753 Personen typisiert, es war ein toller Tag voller Zuspruch und Hilfsbereitschaft. Wir hatten über 50 Helfer an diesem Tag die sich in den vorhergehenden Wochen per Telefon und Email bei mir gemeldet hatten. Überall hatten wir Plakate und Flyer verteilt und einen großen Zuspruch fand auch unsere Internetseite www.wir-helfen-sabrina.de die bis dato mehr als 186.000 Besucher zählt.

Diese Aktion wird sehr viel Ihrer Zeit in Anspruch nehmen
Was möchte ich allen, die in einer ähnlichen Situation sind, mit auf den Weg geben? Suchen Sie sich eine gute Organisation, die Ihnen von Anfang bis Ende hilfreich zur Seite steht: entscheiden Sie sich für die Stefan-Morsch-Stiftung! Bleiben Sie in Ihrem Vorhaben nicht allein, denn es wird sehr viel Arbeit auf Sie zukommen. Reden Sie mit Ihrer Familie und mit Ihren Lieben über Ihr Vorhaben und erklären Sie ihnen, dass diese Aktion sehr viel Ihrer Zeit in Anspruch nehmen wird. Nehmen Sie jedes Hilfsangebot dankend an. Und lassen Sie sich niemals in Ihrem Vorhaben beirren. Denn Sie werden nicht nur Hilfsbereitschaft und Zuspruch in Ihrem Vorhaben finden, sondern auch Missgönner und Neider, die den guten Zweck hinter Ihrer Aktion nicht verstehen oder kein Verständnis dafür haben.

Ich würde es jederzeit wieder tun!
Sie werden in dieser Zeit mit großer Wahrscheinlichkeit auch mit dem Leid anderer konfrontiert werden, die sich in ähnlichen Situationen befinden. Dies wird Sie, so wie mich, in Ihrem Vorha- ben bestärken, alles Ihnen mögliche zu tun, um irgendwie zu hel- fen! Ich wünsche Ihnen hierzu alle Kraft der Welt! Und genau wie ich werden Sie am Ende sagen: ich würde es jederzeit wieder tun!

Ihre Jasmin Badersbach

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